Wie kann ich Google vom Smartphone löschen?

Wie ihr euer eigenes Google-Konto und das eines anderen Vorbesitzers vom Smartphone löschen könnt, erklären wir euch hier.

Öffnet euer Google-Dashboard, um zu sehen, welche Google-Dienste mit eurem Google-Konto verknüpft sind. Wenn ihr euer Google-Konto löscht, werden die Daten all dieser Dienste ebenfalls unwiederbringlich entfernt. Sichert also vorher eure wichtigen Daten.

  • Dazu gehören Google-Dienste wie Google-Drive, Gmail, Google-Play-Musik und Google-Maps.
  • Ihr löscht also damit zugehörige Kontakte, Cloud-Daten, Kommentare, Chats und E-Mails – das gilt auch für euer Smartphone.
  • Falls ihr unter eurem Google-Konto auch einen YouTube-Kanal betreibt, wird dieser ebenfalls gelöscht.
  • Falls ihr im „Google Play Store“ noch Guthaben hinterlegt habt, solltet ihr dies vorher aufbrauchen – nach der Account-Löschung könnt ihr darauf nicht mehr zugreifen.

Schaut hier, falls ihr euch (auf eurem Smartphone) nur von eurem Google-Konto abmelden, es aber nicht löschen möchtet.

So löscht ihr euer Google-Konto

  1. Meldet euch bei Google mit den Benutzerdaten eures Google-Kontos an.
  2. Klickt links auf den Menüpunkt „Daten und Datenschutz“.
  3. Scrollt herunter und klickt auf „Mein Google-Konto löschen“.

    Wenn Sie beabsichtigen, Ihr Google Konto von Ihrem Handy zu löschen, sollten Sie auch die möglichen Konsequenzen kennen.

    • Ihr Google Account verwaltet nahezu alles auf Ihrem Android-Smartphone.
    • Ihre Apps werden darüber heruntergeladen, aktualisiert und verwaltet.
    • Oft sind auch Ihre Kontakte oder Ihre E-Mails mit dem Google Account verknüpft.
    • Dementsprechend sollten Sie vor dem Entfernen sicherstellen, dass diese Daten auf dem Gerätespeicher liegen und nicht über das Google Konto verwaltet werden.

    Das Google Konto vom Handy zu löschen ist nicht ratsam. imago images / Joko

    Sollten Sie vorhaben, Ihren Google Account zu wechseln, müssen Sie zunächst Ihren alten Account löschen. Dafür gehen Sie folgendermaßen vor:

    1. Öffnen Sie zunächst die Einstellungen des Handys.
    2. Gehen Sie nun zum Reiter "Konten" und "Konten verwalten". Hier finden Sie die Konten, die auf Ihrem Smartphone gespeichert sind. Wählen Sie nun Ihr Google Konto aus.
    3. Wählen Sie nun "Konto entfernen" aus.

    Eigentlich ist Android freie Software. In der Praxis spürt man davon aber wenig. Über Apps, Dienste und Prozesse ist Google auf den meisten Android-Mobilgeräten tief im System verankert.

    „Google ist gut darin, vieles Grundsätzliches anzubieten, was wir machen wollen, und das auch noch sehr komfortabel“, sagt Max Mehl von der Free Software Foundation Europe (FSFE). Das Problem sei aber, dass es Google immer auch darum gehe, Daten für Werbung zu sammeln.

    „Das kann man einfach in den Nutzungsbedingungen nachschauen.“ Wem das nicht schmeckt, der kann sich jedoch relativ leicht mehr Privatsphäre und Kontrolle verschaffen.

    „Das passiert nicht über Nacht, das ist ein schrittweiser Prozess“, sagt Mehl. „Der erste Schritt ist, sich bewusst zu machen, was man bereits nutzt und was davon unerwünscht ist.“

    Der zweite Schritt sei das Ersetzen nicht gewollter Dienste und Apps. Wer aber Google vollständig vom Android-Smartphone verbannen will, muss noch weiter gehen, weil die Deinstallation vorinstallierter Google-Apps fast nie möglich ist: „Der dritte Schritt wäre deshalb die Installation eines Betriebssystems ganz ohne Google drin.“

    Am sinnvollsten findet es Mehl aber, sich erst einmal dem App-Austausch zu widmen. „Sonst habe ich nachher das Problem, dass ich ein Betriebssystem ohne Google habe, aber gar nicht weiß, wie ich das Telefon weiter nutzen kann, wie ich es gewöhnt bin“, erklärt er. „Eine schrittweise Entwöhnung ist die beste Strategie.“

    Einstellungssache: Die meisten Google-Apps lassen sich deaktivieren

    Ähnlich sieht das Alexander Spier vom „c’t“-Fachmagazin: „Android ohne Google geht auch, ist aber deutlich aufwendiger“, sagt er. Oft reichten das Einschränken von Google und seiner Datensammelei sowie das Nutzen anderer Apps schon.

    „Ich nutze selbst häufig auch lieber die Google-Dienste, weil sie da sind und gut funktionieren“, so Spier weiter. „Man muss sich schon dazu zwingen zu sagen: ‚Okay, jetzt probiere ich mal etwas anderes.‘“

    Wer sich auf einen Weg mit weniger Google und mehr Android-Kontrolle machen möchte, kann Folgendes tun:

    - Google-Einstellungen: „In den Einstellungen gibt es extra noch einen Menüpunkt Google“, erklärt Spier. Den sollte man checken und vor allem unter „Google-Konto/Daten & Personalisierung“ die Aktivitätseinstellungen durchsehen, wo sich alle möglichen Datenspeicherungen vom Standortverlauf bis hin zu Internetsuchen stoppen lassen – Google nennt es pausieren.

    Achtung: Bereits gespeicherte Daten löschen muss man unter „Aktivitätseinstellungen verwalten“. Unter „Kontakte & Teilen“ lässt sich auch beeinflussen, wie Google mit Kontakten und Werbung umgeht. „Da wird man schon relativ viel Google los“, fasst Spier zusammen.

    - Synchronisation: „Grundsätzlich kann man ausschalten, dass Daten mit Google synchronisiert werden“, sagt Alexander Spier. Das geschieht unter „Einstellungen/Konten/Google“ mit den Schiebereglern hinter den Einträgen. „Man kann dann etwa seine Kontakte anlegen, ohne dass sie automatisch zu Google transferiert werden.“

    Wer kein Telefon-Back-up mehr auf Google-Servern möchte, kann das in den Einstellungen unter „Sicherheit & Zurücksetzen“ deaktivieren und etwa seine Fotos und Videos per USB-Kabel auf dem Rechner sichern oder Software-Lösungen für Offline-Back-ups von Smartphone-Herstellern nutzen – etwa Smart Switch von Samsung oder HiSuite von Huawei.

    - App-Quellen: Wer sich von Google-Apps trennen möchte, sollte erst einmal Ersatz suchen und ausprobieren. Eine empfehlenswerte Quelle dafür ist F-Droid. „In diesem App-Store gibt es ausschließlich Apps, die freie Software sind“, erklärt Max Mehl.

    Auch wenn Apps bei F-Droid kostenlos sind, bezieht sich das Attribut „frei“ nicht auf den Preis, sondern darauf, dass die Apps quelloffen, frei nachprüf-, einsetz-, kontrollier- und anpassbar sind. Wem eine freie App gefällt, kann über eine Spende an die Entwickler nachdenken.

    Auch der Amazon Appstore, APKMirror.com oder die Seiten der App-Entwickler selbst können gute Quellen sein, sagt Alexander Spier. Letztere bieten Apps im apk-Format zur Installation an, es gibt aber keine automatischen App-Aktualisierungen wie bei App-Stores.

    - App-Ersatz: Doch wie lassen sich Google-Dienste von Gmail über Kalender und Kontakte bis hin zu Maps konkret ersetzen? Als E-Mail-Client-App ist etwa K-9 Mail interessant – und an Providern für E-Mail herrscht ohnehin kein Mangel.

    Über deren Server und auf deren Seiten lassen sich dann oft auch Termine und Kontakte managen. Zum Synchronisieren mit dem Telefon wird oft noch ein sogenannter CalDAV-/CardDAV-Adapter benötigt – etwa die App DAVdroid.

    „Was uns immer gut gefällt, ist OsmAnd“, nennt Spier eine auf Openstreetmaps basierende Alternative zu Google Maps. Weiter könnte beispielsweise das AnySoftKeyboard die Google-Tastatur ersetzen, Signal Hangouts, Tresorit Drive, Simple Gallery Google Fotos oder Newpipe die YouTube-App – einfach ausprobieren lautet die Devise.

    - Suchen und Browsen: „Mit das Wertvollste für Google sind der Suchdienst, der von den Herstellern standardmäßig installiert werden muss, und der Chrome-Browser“, sagt Max Mehl. Es geht aber, andere Suchmaschinen zu nutzen, die das Suchverhalten der Nutzer nicht mitschneiden – etwa Metager oder Startpage.

    Letztere hilft auch allen, die eigentlich zufrieden mit der Google-Suche sind: „Startpage liefert nämlich auch Google-Suchergebnisse, aber eben anonymisiert“, erklärt Mehl. Browser-Alternativen können Firefox und seine Ableger, der Privacy Browser oder der FOSS Browser sein.

    - Apps deaktivieren: Wem an alternativen Anwendungen nichts mehr fehlt, kann ans Aufräumen gehen. Viele Google-Anwendungen haben aber System-App-Status und lassen sich nicht deinstallieren. Wenn überhaupt, lassen sie sich meist nur unter „Einstellungen/Apps“ deaktivieren.

    „Häufig ist es aber so, dass man vorher noch die Updates installieren muss“, weiß Alexander Spier. Er rät auch, den Status der Apps im Auge zu behalten, weil Updates oder andere Google-Dienste sie wieder aktivieren könnten.

    Ihnen kann man zudem in den Einstellungen unter „Sicherheit/Nutzungsdatenzugriff“ selbigen verwehren. Wer nicht möchte, dass Google Standortdaten von Mobilfunkmasten oder WLAN-Hotspots erhebt, muss unter „Standort“ den Modus auf „Nur Gerät“ einstellen, damit das Smartphone nur das GPS-Signal nutzt. Und unter „Sicherheit/Geräteadministratoren“ lässt sich noch die Fernortung und -löschung des Gerätes durch Google ausschalten. Manche Hersteller wie Samsung bieten vergleichbare Dienste (Find my Mobile).

    - Ohne Google-Konto oder inkognito: Android-Smartphones lassen sich auch ganz ohne Google-Konto nutzen. Dazu überspringt man bei der Einrichtung einfach die Konto-Aufforderung oder löscht das Konto später in den Einstellungen – in beiden Fällen gibt es keinen Zugriff mehr auf den Play Store, und man kann nur die alternativen App-Quellen nutzen. Um im Zweifel etwas anonymer unterwegs zu sein, ohne den Zugriff auf Google-Dienste zu verlieren, kann man auch ein neues Google-Konto unter Pseudonym nur für das Smartphone anlegen.

    - Android-Alternativen: „Es gibt auch Android-Versionen, die ohne Google auskommen, zum Beispiel LineageOS oder Replicant“, sagt Max Mehl. LineageOS lässt sich ganz ohne Google-Apps und -Konto nutzen. Wer auf Play Store und Play-Dienste nicht verzichten möchte, kann auf freie Nachbildungen namens MicroG zurückgreifen. Replicant besteht dagegen komplett aus freier Software. Da aber gerade viele Treiber nicht frei sind, gibt es Replicant nur für wenige Telefone.

    Für die Installation beider Android-Versionen gilt: „Schiefgehen kann dabei wenig, wenn man den Anleitungen folgt und vorher seine Daten sichert“, meint Mehl. Gerade LineageOS biete sehr gute Anleitungen. „Man muss beileibe kein Informatiker oder Ingenieur sein, um diesen Schritt zu vollziehen.“

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